Ein wichtiger Kern von Touchscreen-Handys, zumindest von den bliebten Modellen, ist die Erweiterbarkeit durch Applikationen. Hat man früher sein Handy geliefert bekommen musste man mit der mitgelieferten Software auskommen. Einzelne Hersteller und Anbieter haben zwar die Möglichkeit geboten, sich Software herunterzuladen, diese war aber in den meisten Fällen viel zu teuer. Mit dem iPhone und dem dazugehörigen App Store haben andere Hersteller die Möglichkeiten der Erweiterbarkeit ebenfalls für sich entdeckt. Wir zeigen Ihnen hier worauf es ankommt.
Über eine Milliarde Downloads: Der App Store fürs iPhone
Wenn man iPhone-Besitzer fragt, warum sie sich das Kulthandy zugelegt haben, wird oft der App Store mit als Grund genannt. Dieser macht es nämlich nicht nur für die User einfach, sich Programme aufs Handy zu laden, sondern (und das ist wohl wesentlich entscheidender) auch für Entwickler simpel und dazu lukrativ, Software für das iPhone zu programmieren und im App Store anzubieten. So entstanden schon mehr als 25.000 Apps, von denen ein Großteil sogar kostenlos verfügbar ist.
Der Fakt, dass man sein Handy in Minutenschnelle um mehr als 25.000 Programme erweitern kann, ohne sich vorher Handbücher durchlesen zu müssen, ist sicher ein wichtiger Erfolgsfaktor für das iPhone.
Ähnlich, aber doch irgendwie anders: Google’s Android
Android ist in erster Linie nichts anderes als ein Open-Source Betriebssystem für Handys. Dies hat, ähnlich wie beim iPhone, den Vorteil, dass die Entwicklung neuer Software für Handys mit Android wesentlich einfacher ist. Größter Diskussionspunkt bei Android ist die Verbindung zu Google. Der Internetriese hat nämlich zusammen mit 33 anderen Partner die sogenannte “Open Handset Alliance” gegründet, die Android entwickelt.
Kritiker des Systems werfen Google vor nur ein weiteres Instrument der Datensammlung zu verbreiten. Betrachtet man die anderen Punkte, ist die Anbindung zum Google-Konto und den Funktionen (E-Mail, Docs, Maps usw.) ein sehr schönes Feature. Auch für Android-Handys kann man sich Software herunterladen. Hier ist die Auswahl zwar noch nicht so groß (160 Anwendungen, Stand November 2008), das System ist aber eines der vielversprechendsten Anwärter auf eine realistische Konkurrenz zum iPhone, da Android nicht an einen Hersteller oder ein Modell gebunden ist.
