Die 5 beliebtesten Touchscreen-Handys:

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Das S8300 UltraTouch von Samsung zeigt sich erstaunlich innovativ.
Denn der schlanke Schlitten besitzt nicht nur eine normale Handy-Tastatur, sondern auch einen vollwertigen Touchscreen - eine Seltenheit in der Mobilfunktwelt. Über das sensible Display manövriert sich der Nutzer per Finger durchs Menü, steuert den MP3-Player oder bedient die Kamera. Telefonnummern und SMS-Texte werden weiterhin über die Handy-Tastatur eingegeben.

Mit 8-Megapixel-Kamera
Mit dem Apple iPhone lässt sich das Touchscreen-Handy nicht vergleichen: Dafür fällt die Bedienung und Ausstattung zu unterschiedlich aus. Lassen wir das fehlende iPhone-Feeling außer Acht, hinterlässt das S8300 bei unseren Testern einen guten Eindruck: Der auf Edel getrimmte Slider wirkt sehr hochwertig, das große AMOLED-Display macht optisch viel her und Multimedia-Features wie die 8-Megapixel-Kamera sind topaktuell. Bei Praxiswerten wie Akustik oder Akku-Leistung könnte Samsung allerdings nachbessern. Welche Stärken und Schwächen unseren Testern außerdem auffielen, lesen Sie folgend.

Ausstattung: Schneller Transfer, wenig Personality
Das S8300 ist auf der Höhe der Zeit: Schnelles Surfen, fixer USB-Datentausch und jede Menge Organizer-Gimmicks stehen auf dem Programm. Beim Personalisieren sind jedoch Grenzen gesetzt.

Telefonfunktionen und Speicher
2000 Telefonbucheinträge mit über 20 Parametern wie Adresse oder Geburtstag - das dürfte auch für große Freundeskreise reichen. Zudem können Sie maximal 500 SMS im S8300 bunkern. In puncto Organizer bleibt kaum ein Wunsch offen: Kalender, Notiz- und Aufgabenfunktion, Wecker, Umrechner, Weltzeituhr, Sprachmemo, Stoppuhr, Umrechner - alles drin. Echte Office-Funktionen, etwa ein PDF-Reader oder Visitenkarten-Scanner fehlen, sind aber bei einem Multimedia-Handy kein echtes Manko.

Gestört haben uns vielmehr die wenigen Personalisierungsmöglichkeiten: Die sechs Umgebungsprofile bieten wenige Einstellungsmöglichkeiten. Eigene Profile? Nicht beim S8300. Auch Tastenverknüpfungen und Schnellzugriffe suchen Sie vergebens. Immerhin lassen sich dank der Widgets häufig genutzte Programme direkt auf dem Startscreen starten. Wer auf Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung Wert legt, sollte um das S8300 einen Bogen machen - beide Funktionen sind nicht integriert.

Datenfunktionen
Für Ausflüge ins Internet steht UMTS mit dem Datenturbo HSDPA, Phase III (7,2 Mbit/s) bereit. In ländlichen Gebieten weichen Sie auf EDGE aus. Lediglich WLAN fehlt. Im Test benötigte das Handy 30 Sekunden, bis die Xonio.com-Seite vollständig aufgebaut war - ein durchschnittlicher Wert. Der Browser zeigt Seiten im Hoch- und Querformat an und lässt sich komfortabel bedienen. So vergrößeren oder verkleinern Sie beispielsweise Webseiten über eine Zoomleiste.

Wer ein Multimedia-Handy besitzt, benötigt einen flotten und bequemen Datentransfer zwischen PC und Handy. Hier leistet sich das Handy keine Schnitzer: Mit eingelegter Speicherkarte (1 GByte im Lieferumfang) bindet der PC das Handy als externes Laufwerk ein. Daten verschieben Sie bequem per Drag&Drop. Im Test vergingen gerade mal 2 Sekunden, bis die 3-MByte-Musikdatei auf dem Handy landete. Das lässt auf USB-Highspeed (480 Mbit/s) vermuten, auch wenn uns dies Samsung nicht bestätigen konnte.

Multimedia: Viele Pixel, wenig GPS
Multimedia wird beim S8300 groß geschrieben: Die 8-Megapixel-Kamera knipst prima Bilder, der MP3-Player bringt kräftigen Sound. Trotz GPS dient der Slider jedoch nicht als mobiler Lotse. Das S8300 ist das dritte Handy von Samsung das mit einer Auflösung von satten 3.264 x 2.448 Bildpunkten knipst. Der Autofokus lässt sich manuell zuschalten, das gilt auch für das Doppel-LED-Licht, das eine sehr gute Lichtausbeute produziert.

In den Einstellungen lagern alle wichtigen Optionen, etwa Selbstauslöser, sechs Aufnahmemodi, ISO-Stufen, vier Effekte sowie ebenso viele Weißabgleich-Grade, Blinzel- und Lächelerkennung, Belichtungswert und mehr. Nach dem Knipsen können Sie Ihre Bilder bearbeiten, etwa mit Effekten versehen. Fürs mobile Filmen eignet sich der 8-Megapixler ebenso, denn Videos werden mit einer ansehnlichen QVGA-Auflöung von 720 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunden gedreht.

Handhabung und Tempo
Nur im aufgeschobenen Zustand können Sie knipsen, denn dann liegt die rückwärtige Linse frei. Beim Fotografieren halten Sie die Kamera quer und drücken auf den seitlichen Auslöseknopf. Im Test dauerte es 0,7 Sekunden bei automatischem Fokus, bis das Bild im Kasten war - ein recht flotter Wert.

Bildqualität
Die Kamera des S8300 liefert scharfe Bilder mit angenehm wenig Rauschen. Farben werden recht realistisch wiedergegeben, dürften nach unserem Geschmack aber etwas kräftiger sein. Bei Sonnenlicht hat das S8300 die Tendenz zur Überbelichtung. Auch Hell-Dunkel-Übergängen machen der Kamera einige Schwierigkeiten. Insgesamt jedoch hinterlässt die Qualität und das Arbeitstempo der 8-Megapixel-Cam einen guten Eindruck.

Musik
Der Musik-Player des S8300 spielt alle gängigen Formate ab, selbst DRM-geschützte Songs. Funktionen wie eine eigene Playlist oder Podcast-Unterstützung dürfen auch nicht fehlen. Während die Musik spielt, erscheinen auf dem Display Details, wie Interpret, Album-Cover oder Liedlänge. Der Player lässt sich hervorragend über den Touchscreen steuern. Auch der Sound überzeugt: Er wird über die angenehmen In-Ear-Kopfhörer direkt und klangstark ins Ohr transportiert. Acht Presets, wie Pop oder Klassik, helfen beim Töne-Tuning. Zusätzlich steht ein FM-Radio mit Platz für etliche Ihrer Lieblingssender bereit. Im Test war der Radioempfang recht gut, die Bedienung übers Touch-Display ebenso einfach wie beim MP3-Player. Wer auf sein eigenes Headset besteht, kann dieses an den mitgelieferten 3,5-Millimeter-Klinkenadapter anstöpseln.

Speicher
Der Speicher misst im Auslieferungszustand rund 70 MByte. Dazu erhalten Sie eine 1 GByte große microSD-Karte samt Adapter. Der unterhalb des Akkus angebrachte Steckplatz akzeptiert Karten bis maximal 16 GByte (etwa 40 Euro Anschaffungspreis).

GPS: Nur für Geo-Tagging
Samsung setzt bei GPS den Rotstift an. Zwar besitzt das S8300 einen GPS-Chipsatz, doch dieser ist nur für Geo-Tagging Ihrer Handy-Fotos ausgelegt. Eine Navigations-Software oder Karten sind nicht an Bord und werden selbst bei einer Nachrüstung nicht vom GPS-Chipsatz unterstützt. Das ist nicht das erste Samsung-Handy mit eingeschränkter GPS-Nutzung - auch das M8000 Pixon bietet nur Geo-Tagging an.

Praxis: Nicht nur auf Touch ausgelegt
Rasiermesserscharfes Display, edles Gehäuse: Das S8300 schindet optisch mächtig Eindruck. Der schicke Slider punktet zudem mit komfortabler Bedienung. Nachbesserungsbedarf besteht aber bei Akku- und Akustik-Leistung.

Eckdaten und Akkulaufzeit
Der Slider ist mit 110 x 52 Millimetern ähnlich groß wie sein innov8-Kollege, jedoch bedeutend schlanker: An der dicksten Stelle misst das S8300 zugeschoben gerade mal 14 Millimeter. Das anthrazitfarbige Gehäuse mit vielen Metall-Bauteilen und der dunkelroten Display-Umrandung wirkt edel und schick. Die Verarbeitung unseres Testgeräts stimmt: nichts wackelt oder knarzt. Der Slidermechanismus ist Samsung sehr gut gelungen - der Schlitten rastet sauber ein. Die matte Beschichtung auf Rückseite und Tastatur verhindert Fingertapser. Nicht ganz so hervorragend ist die Akkuleistung: Im Test machte das Handy bereits nach 3 Stunden und 15 Minuten Dauergespräch schlapp. Hier sind wir weitaus bessere Werte bis über fünf Stunden von Samsung gewöhnt.

Menü und Handhabung
Samsung setzt sein eigenes Betriebssystem ein und überlagert dies mit der TouchWiz-Obefläche. Das bedeutet für den Nutzer: Links neben dem Startscreen lagert eine Leiste voll mit Widgets. Diese können Sie auf den Screen ziehen, um Programme direkt zu starten. Über eine Touchtaste rechts unten kommen Sie ins Hauptmenü, das in zwölf Unterpunkte aufgeteilt ist. Symbole und Beschriftungen sind logisch und vollständig, das Menü stringent aufgebaut, sodass Sie sich kaum verzetteln könnten.

Die Bedienung des Touchscreens geht leicht von der Hand, eine kleine Vibration gibt Ihnen optional Feedback. Dennoch dürfte in unseren Augen das Display schneller reagieren. Das Herunter-Scrollen braucht Übung: Schiebt der Nutzer zu unruhig die Liste hin und her, verliert er den Überblick, scrollt an Menüpunkten vorbei oder startet ungewollt Anwendungen. Zum Wählen einer Nummer oder zum SMS-Tippen müssen Sie zur Handy-Tastatur greifen, eine virtuelle Volltastatur oder eine Handschrifterkennung bietet der Touchscreen nicht. Immerhin fallen die Metallic-Tastatur und die beiden Hotkeys plus der mittige Zurück-Button rundum gelungen aus. Größe und Druckpunkt stimmen, auch die oberste Ziffernreihe wird durch den Schlitten nicht behindert.

Display/Akustik
Bei dem 2,8 Zoll großen Touchscreen handelt es sich um ein AMOLED-Display. Das bedeutet: bessere Farben und mehr Schärfe bei weniger Strom- und Platzverbrauch. Und tatsächlich: Das 37 x 61 Millimeter große Display stellt Symbole, Schriften, Bilder und Videos knackscharf bei sehr guter Helligkeit dar.

Nicht ganz so überzeugend ist die Akustik-Leistung: Unsere Tester bemängeln die recht dumpfe Sprachqualität mit unterschiedlicher Lautstärke sowohl auf Handy-, wie auch auf Festnetzseite. Immerhin schränkt dies die Verständlichkeit nicht ein. Der Freisprecher fällt im Test durch: scheußlich scheppernd und übersteuert.

Faktbox
Gesamtnote: 2
Fazit: Foto-Flachmann mit interessantem Bedienkonzept
Plus: Hochwertige Edel-Optik, leistungsstarke 8-Megapixel-Kamera, vielseitiger MP3-Player, flotte Datendienste
Minus: Mäßige Akustik, GPS nur für Geo-Tagging
Größe: 110 x 52 x 14 Millimeter
Gewicht: 123 Gramm
Display: 240 x 400 Pixel, 2,8 Zoll, 16 Mio. Farben
Digicam: 8 Megapixel mit Autofokus und Doppel-LED-Licht

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  1. It‘s quite in here! Why not leave a response?